10 Fragen zur Untermiete

Die Untermiete wird in der Schweiz immer beliebter, vor allem in Städten, in denen der Wohnraum knapp ist. Mieter entscheiden sich immer häufiger, ihre Wohnung während eines Auslandaufenthaltes unterzuvermieten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nach dem Auslandaufenthalt kannst Du in Deine Wohnung zurückkehren und musst Deine Traumwohnung nicht aufgeben. Durch die Untermiete werden Deine Ausgaben für die Wohnung gedeckt. 

Ich möchte meine Wohnung untervermieten. Muss ich die Zustimmung des Vermieters einholen?

Du musst keine Zustimmung einholen, aber Du musst den Vermieter über die Untervermietung informieren. Die Untervermietung darf auf keinen Fall missbräuchlich sein. Missbräuchlich wäre beispielsweise ein zu hoher Mietzins, mit dem Du Geld verdienst. Der Untermieter muss zudem zumutbar sein. Unzumutbar wäre beispielsweise, wenn Du in einer Nichtraucher-Wohnung lebst und Deine Wohnung als Raucher-Wohnung vermietest. 

Was ist bei einem Untermietvertrag wichtig?

Der Untermietvertrag sollte unbedingt schriftlich sein. Zudem sollten alle Mietzinskomponenten ersichtlich sein, damit es während der Mietdauer zu keinen Missverständnissen kommt. Weiterhin empfehlen wir, einen Pauschalbetrag für die Endreinigung im Vertrag zu vermerken.

Wie hoch darf der Untermietzins sein?

Du darfst alle Deine Auslagen, die im Zusammenhang mit der Wohnung stehen, dem Untermieter verrechnen. Dazu gehören beispielsweise die Folgenden: Internet, TV, Stromrechnung, Nebenkosten, Nettomiete, Reinigungskosten, Hauswartgebühren (falls nicht in den Nebenkosten) sowie der Möblierungszuschlag. Letzterer darf nicht mehr als 20% Deiner Miete betragen. 

Ist eine mündliche Vereinbarung ausreichend?

Mündliche Vereinbarungen sind rechtsgültig, aber im Streitfall schwer zu beweisen. Bei uns wird in jedem Fall ein Untermietvertrag abgeschlossen.  

Darf man eine Kaution verlangen?

Ja, und das tun wir auch, es sei denn, Deine Wohnung wird direkt über ein grosses Unternehmen wie Schindler, Roche oder ABB gemietet.

Wer haftet bei Schäden?

Der Untermieter haftet bei Schäden am Mobiliar und an der Wohnung. 99 von 100 Untermietern schliessen in der ersten Woche eine Privathaftpflichtversicherung ab. Diese deckt alle verursachten Schäden. Als Sicherheit verlangen wir jeweils eine Kaution, die ebenfalls eine gewisse Schadenssumme deckt. 

Kann der Untermieter ein Mietverhältnis mündlich kündigen?

Grundsätzlich ist das möglich, jedoch im Streitfall schwer zu beweisen. Deswegen verlangen wir für Kündigungen immer eine einfache Schriftlichkeit. Eine einfache Schriftlichkeit ist für uns mindestens eine E-Mail. 

Wie lange ist die Kündigungsfrist?

Das Gesetz schreibt keine Kündigungsfristen vor. Wir verlangen als Kündigungsfrist mindestens einen Monat. Falls Du aber lieber eine Kündigungsfrist von drei Monaten hast, ist dies im Untermietvertrag entsprechend zu vermerken. Unser Grundsatz: Je flexibler der Mietvertrag, desto höher die Erfolgschancen auf eine Vermietung. 

Wie lange kann ein Untermietvertrag maximal beschränkt werden?

Nach einem Bundesgerichtsurteil gibt es hier keine Grenzen. Daher ist auch eine Untervermietung für mehrere Jahre legal. Sie als Hauptmieter müssen allerdings die Absicht bekunden, in die Wohnung zurückzukehren. Dabei spielt es keine Rolle, wann und ob Sie tatsächlich wieder dort wohnen wollen. Auch hier gilt der Grundsatz: Dem Eigentümer darf durch die Untervermietung kein wesentlicher Nachteil entstehen.

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